Wohnen im Auto - Ein Selbstversuch

In meinem Buch “Rente für Fortgeschrittene” habe ich u.a. auch verschiedene Wohnformen vorgestellt. Die Reduktion auf das Wesentliche ist schon lange ein erklärtes Ziel von mir. Meinen Mann kann ich aber von einer Tiny-House-Variante noch nicht überzeugen. An ein Wohnen im Auto möchte er nicht mal denken.

Egal 

Ich weiß ja selber auch noch nicht, ob ich das wirklich dauerhaft aushalten würde, oder ob es nur ein Wunschgedanke von mir ist, der immer dann entsteht, wenn ich wieder mal das Gefühl habe, von zu vielen Dingenumgeben, wenn nicht gar besessen zu werden. Schließlich will alles gepflegt werden, was Zeit und Energie von mir fordert, die ich gerne anders nützen würde.

Narrnkastl schauen

Ich kann stundenlang sitzen und scheinbar ins Leere schauen. Während mir meine Eltern in meiner Kindheit noch einreden wollten, dass das Faulheit wäre, habe ich längst für mich herausgefunden, dass das meine kreativste Zeit überhaupt ist. Ich versuche viel lieber die Welt durch logisches Denken zu verstehen, als mir von Büchern erklären zu lassen, was war, ist und sein wird.

Da bin ich nicht alleine

Andere schauen fern. Oder hängen nur am Computer. Oder sitzen stundenlang mit Freunden im Kaffeehaus, was zugegeben auch dann und wann sehr gut tut – sofern es konstruktive Gespräche sind und nicht bloßes Getratsche über die Anderen.

Tiny House mobil oder statisch?

Am liebsten würde ich in einem Wohnmobil wohnen. Aber mein Traummobil ist noch garnicht in Serie – ich stelle mir sowas vor wie dieses Traummodell von Hymer. Und wenn es in Serie ist, werde ich es mir wahrscheinlich garnicht leisten können.

Aber beim Wohnmobil ist die Reduktion ja ohnehin noch nicht an ihrem Ende angelangt. Es soll sogar Menschen geben, die ganzjährig im Auto wohnen. Manche mit Dachzelt, manche ohne.

Temporär hatte ich das schon mal für ein paar Wochen ausprobiert. Mein Mann war wieder mal für längere Zeit beruflich im Ausland, und ich war alleine daheim. Ich war zwar sehr oft mit ihm mit auf Reisen, aber immer hatte ich dazu keine Lust. Manchmal will ich auch unabhängig sein.

In meinem postgelben Renault Twingo mit Fetzendach hatte ich es mir gemütlich für eine große Reise eingerichtet. Ich bin dabei bis Portugal gefahren und habe im Auto geschlafen und gelebt. Ok, gelebt habe ich mehr neben dem Auto, denn wo immer es mir gefallen hat, habe ich meinen Sessel ausgepackt und habe Sonne und Aussicht genossen.

Natürlich hatte ich nur meine nötigsten Habseligkeiten eingepackt. Der Rest blieb im Haus. Also kann man es nicht als alternative Wohnform bezeichnen.

Heute stelle ich mir immer öfter die Frage, wie weit ich mich tatsächlich reduzieren könnte. 

Könnte ich so weit loslassen, dass meine Habseligkeiten in ein Wohnmobil oder in ein kleines statisches Tiny House passen würden.

Für mich behaupte ich mutig JA. Bei meinem Mann bin ich mir nicht so sicher. Würden wir zB in unser Wochenendhaus übersiedeln, bräuchten wir ein großes Nebengebäude alleine für seine Werkstätte.

Beziehungskiller

Manche behaupten, auf so engem Raum leben zu müssen ist ein echter Beziehungskiller.  Das möchte ich so nicht generalisieren, denn es gibt immerhin genügend Paare weltweit, die gar keine andere Wahl haben als auf engstem Raum zu leben- und trotzdem bis ins hohe Alter zusammen bleiben. Ich denke, es ist eine Sache der Einstellung. 

Wenn eine Beziehung an Äußerlichkeiten zerbricht, dann wäre sie früher oder später an anderen Gründen auch zerbrochen. Die Tiny-Wohnform war dann wahrscheinlich nur ein Beschleuniger.

Somit steht auch meine Beziehung auf dem Prüfstand. Aber wir sind durch die jahrzehntelangen berufsbedingten Auslandsaufenthalte meines Mannes schon Trennungserprobt. Man wird sehen.

Ich will es wissen

Das Wochenendhaus ist von meinem Mann okkupiert. Wo immer ich mich reduziere, breitet sich mein Mann aus. Somit fällt es für meinen Selbstversuch flach.

Ein Wohnmobil, das so gut in Schuss ist, dass ich mir keine Sorgen um die Fahrtüchtigkeit machen muss, kann ich mir nicht leisten. Ehrlich gesagt, ganz die älteste Kiste will ich mir auch nicht antun. Da fühle ich mich dann doch schon ein bisserl zu alt für solche Abenteuer.

Also muss das Auto herhalten. Zuerst war ich gestartet mit meinem mittlerweile weißen Twingo. Leider lassen sich aber im neueren Twingo die Sitze nicht mehr zu einer flachen Liegefläche umbauen, wie das noch beim älteren Modell der Fall war. Nach 5 Nächten habe ich kapituliert. Ich konnte kaum noch gerade stehen, so sehr hat mir alles weh getan. Also musste ein größeres Auto her, in dem ich auch eine ebene Liegefläche schaffen kann. 

Nach einiger Suche hat mir das Schicksal meinen Hyundai Santa Fe geschickt – sh hier.

Das Experiment kann somit beginnen.

Übernachten

Fürs Übernachten habe ich mir für 2 Modelle entschieden:

1. Ich suche mir einen Gratis-Stellplazt über die App Sleep4Nigt.

2. Ich übernachte bei einem der Biobauern, die über die Plattform “Schau aufs Land” angeboten werden. Dazu habe ich einmalig 35 Euro bezahlt, und kann aus mittlerweile gut 100 Bauernhöfen österreichweit wählen.

Pensionsjahre sind
edeljahre

Länger leben
 beginnt im Kopf!

Es ist an der Zeit, dass der Begriff “ALT” in unserer Gesellschaft neu definiert wird!
Wer könnte das besser als WIR ALTEN, indem wir ein neues Bild davon vorleben!

Mein absoluter Spezialtipp:
“Don´t let the old man in …”
einfach reinhören – soooo schön!

*

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Über mich

Jahrgang 1959, Ehefrau, Mutter, Großmutter und lebenslustige Pensionistin. Meine Hobbys neben der Familie und dem Schreiben sind unser Garten, lesen und reisen.

Ich lebe in Christkindl, das neben einer schönen Kirche in der Weihnachtszeit auch ein …

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