Schrems - Lieblingsplatzerl im hohen Norden

Schrems und GEA Waldviertler – die beiden sind so innig ineinander verwoben, dass das Eine nicht ohne das Andere erwähnt werden kann.

Schrems ist eines meiner Lieblingsplatzerl. Näher zur tschechischen Grenze als zur Donau gelegen, aber bei Gott nicht hinter dem Mond präsentiert sich den stets willkommenen Besuchern mitten am Hauptplatz das Hotel Sonne. Ein Besuch des Ortes, ohne hier einzukehren, ist für mich undenkbar. Ich liebe es, hier zu schlafen, und wenn ich keine Zeit oder Lust auf Schlafen habe, dann wenigstens, um hier am Frühstücks- oder Mittagsbuffet zu schlemmen. In dieser Küche werden hauptsächlich biologische Lebensmittel aus der näheren Umgebung verarbeitet. Das gibt ein gutes Gefühl, und das heißt gleichzeitig, man kann sogar beim Fleisch noch herzhaft zugreifen – was ja vielleicht seit den letzten Fleischskandalen (hoffe ich) mehr und mehr Menschen bewusst überdenken.

Ich bin 99% Vegetarierin. Fleisch lasse ich aus, wo immer möglich, außer wenn es mal keine gute vegetarische Alternative zur Hauptspeise gibt. Aber diese Sorgen brauche ich mir im Hotel Sonne nicht zu machen. Für mich ist es zu 100% auch für uns VegetarierInnen ein Schlemmerparadies.

Ehrlich, ich übertreibe wirklich nicht, wenn ich behaupte, dass ich im Hotel himmlisch schlafe. Aber diesmal schlafe ich wie gewohnt in meinem Auto. Schließlich ist Vanlife momentan mein übergeordnetes Thema. Dafür komme ich aber garantiert zum Frühstück noch einmal.. I gfrei mi scho!

Fakten

Mittagsbuffet: 9 Euro 

Frühstücksbuffet: 8 Euro

Einzelzimmer: 40 Euro

Doppelzimmer: 60 Euro, jeweils ohne Frühstück

(Stand 1. Juli 2020)

GEA Waldviertler

Das Hotel gehört zur nahegelegenen Firma GEA Waldviertler (Gründer: Heini Staudinger), wo in liebevoller Handarbeit sowohl hochqualitative Schuhe als auch ebensolche Vollholzmöbel hergestellt werden. 

Die Schuhe sind eine Wucht. Ich trage seit fast 20 Jahren täglich meine Svjesta – ja, sie bringen mich bis zu den Sternen. Zugegeben, ich trage schon das 2. Paar – das erste habe ich leider bei der Gartenarbeit bei uns im steilen Gelände überstrapaziert, also ausgelatscht, wie wir dazu sagen. Da hätte ich besser knöchelhohe Waldviertler anziehen sollen, um einen stabileren Stand zu haben. Aber was will ich machen, ich mag nur diese Schuhe. Zu jeder Gelegenheit. Immer. Früher haben meine Mädels mit mir geschimpft, weil ich immer nur Schuhe mit Absätzen hatte. Selbst wenn wir in Wien flanieren wollten, stöckelte ich in meinen teils schwindelerregenden Absätzen. Also folgsame Mutter habe ich mir also flache Schuhe gekauft – und das waren “leider” meine Svjesta. Seitdem wandle ich in meinen Sternen durch das Universum.

Genau so eine Wucht wie die Schuhe sind auch die Möbel. Das grundsätzlich bescheiden gehaltene Hotel zB. ist hauptsächlich mit Möbeln aus eigener Produktion ausgestattet. Kein unnötig teurer Umbau, kein Schnickschnack. Aber hochwertigste Möbel. Reduktion auf das Wesentliche – und davon dann das Beste. Geniale Idee, aber das habe ich von Heini Staudinger auch nicht anders erwartet.

Leider haben sich in meinem Haus viel zu viele unnötige Dinge in oft fraglicher Qualität angesammelt. Ich lüge nicht, wenn ich behaupte, dass sie mich belasten. Nach und nach wird daher jeder Raum ausgemistet und durch hochqualitatives “Weniger” ersetzt. Wäre ich noch jung, ich würde mich von Anbeginn an auschließlich mit Vollholzmöbeln einrichten, denn das sind definitv Lebensbegleiter und sie werden mit jedem Jahr wervoller. 

Dabei ist es natürlich egal, ob von GEA, anderen Firmen oder direkt vom Tischler. So ehrlich muss man sein. Unsere wenigen wirklichen Vollholzmöbel sind gut 30 Jahre alt, haben uns schon in unzählichen Wohnungen und Räumen Geborgenheit geschenkt und sie werden uns immer wertvoller. Wenn ich über das warme Holz streiche, werden viele Geschichten lebendig.

Ich werde mir bei GEA ein Klapptischerl kaufen. Und wie ich mich kenne, werde ich mich wahrscheinlich auch zum Kindertisch mit Sesserln überreden lassen (Von wem? – Na von mir selbst natürlich!). Da werden dann noch meine Urenkerl drauf sitzen. Was für eine wohltuende Vorstellung. – Des Zeig is so mega robust! I mogs – und wia!

Ein neuer Tag, ein neues Abenteuer

Begonnen  habe ich den Tag mit einem Bad im so geheimnisvoll dunklen Wasser des Moorbades. Immer wieder eine Überwindung, in dieses undurchsichtige Wasser rein zu steigen. Wenn man aber mal drinnen ist … Huschi kalt, aber guad!

Nächste Etappe war wieder das Hotel Sonne, dieses Mal zum Frühstück. Ehrlich, ich war auf den ersten Blick mega enttäuscht. Ich hatte ein riesiges Frühstücksbuffet in Erinnerung, fand aber nur einen kleinen gedeckten Tisch mit ein paar simplen Platten Gemüse, Wurst, Käse, alles fürs Müsli, und natürlich Brot, Butter, Marmeladen und ein Brioche, und Säfte frisch vom Bauern.

Ach ja, und Eier. Den Korb mit den Eiern habe ich genial gefunden. Während andere sich Gedanken machen, wie man einen perfekte passenden Deckel macht, gibt es hier wieder mal eine super einfach, geniale und nebenbei herzige Lösung. Da geht mir gleich die Sonne auf.

Ok, es war auch nicht einfach irgend ein Käse. Im Gegenteil, das ist sicher Käse vom Bauern. Schaut schön aus und schmeckt noch besser. 

Die Menge war bescheiden aus meiner Sicht. Mein erster Gedanke war, wie das denn reichen soll für all die Leute, die sicher kommen werden. Und da ist es auch schon wieder, mein ewig gleiches Problem. Ständig habe ich das Gefühl, dass alles zu wenig ist. Wenn ich die Familie eingeladen habe, dann biegen sich die Tische, damit ja für jeden genug zu Essen da ist. Und die Tische biegen sich noch 3 Tage lang, und trotzdem können mein Mann und ich die Reste nicht bewältigen. Dabei habe ich natürlich den Kindern auch schon genug mitgegeben. Man könnte meinen, ich hätte als Kind Hunger gelitten. Weiß ich ehrlich gesagt nicht. Falls ja, war es zumindest nicht schlimm, denn ich kann mich nicht mal mehr erinnern.

Ich habe wieder mal viel gelernt hier im Waldviertel. WENIGER ist MEHR ist nicht nur ein Slogan, sondern knallharte Wirklichkeit. Ich liebe riesige Frühstücksbuffet, bei denen mir die Augen übergehen. Aber essen tu ich dann doch immer die gleichen Sachen. Und was ist mit dem Rest? Diese fast schon normal gewordenen Gier ist für uns Menschen und für diesen Planeten auf Dauer unleistbar, 

Was soll ich sagen, in Wirklichkeit war alles da am Buffet, was ich auch wirklich esse, und zwar in guter Qualtität. Ja und, ich fasse es noch immer nicht, es war sogar genug für alle da! Ich habe glücklich und zufrieden fast 2 Stunden geschlemmt.

Pensionsjahre sind
edeljahre

Länger leben
 beginnt im Kopf!

Es ist an der Zeit, dass der Begriff “ALT” in unserer Gesellschaft neu definiert wird!
Wer könnte das besser als WIR ALTEN, indem wir ein neues Bild davon vorleben!

Mein absoluter Spezialtipp:
“Don´t let the old man in …”
einfach reinhören – soooo schön!

*

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Über mich

Jahrgang 1959, Ehefrau, Mutter, Großmutter und lebenslustige Pensionistin. Meine Hobbys neben der Familie und dem Schreiben sind unser Garten, lesen und reisen.

Ich lebe in Christkindl, das neben einer schönen Kirche in der Weihnachtszeit auch ein …

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