Technik mag ich einfach nicht

Hilfe, ich habe ein Problem

Jetzt müsste natürlich sofort die Aussage kommen: “Es gibt keine Probleme, es gibt nur Herausforderungen.”

Ehrlich, ich sehe das nicht so. Ich gestatte mir die Freiheit, manches Problem ein Problem bleiben zu lassen. Herausforderung heißt für mich, das ich es unbedingt lösen will, weil ich es können will. Aber diesen ehrgeizigen Anspruch habe ich gar nicht. Ich will und muss nicht alles können. Wenn man aber etwas nicht können will, dann hat man halt ein Problem, wenn es trotzdem irgendwie gelöst werden sollte.

Wenn man etwas als Herausforderung betrachtet, und alle Energie hinein steckt, um diese Herausforderung zu lösen, dann hat man zwar eine Herausforderung weniger, aber unter Umständen das Problem trotzdem nicht gelöst – Nämlich dann, wenn das Problem garnicht das Problem war, sondern es ein Problem hinter dem Problem gibt. Aber dazu später mehr.

Oje – ist dir schon schwindelig geworden vor lauter Problemen? Das kann ich verstehen.

Also langsam und ganz von Vorne: Technik ist nicht gerade mein Lieblingsthema. Warum? Ist einfach so, ich steh dazu. Ich habe zwar schon unsere Waschmaschine repariert, als unsere 4 Kinder noch klein waren und die Maschine am Samstag Abend streikte. Ich habe auch Fernseher und das ganze Drumherum selber installiert. Ich kann das, aber mein Hobby ist es nicht.

Wenn irgendwie möglich, drücke ich mich vor der Technik. Wäre mir lieber, die Anderen machen das für mich. Ich merke, wenn ich etwas nicht will, dann kann ich sehr unbeholfen sein, dann wehre mich nämlich innerlich mit aller Kraft dagegen. Das ist nicht Absicht, das passiert unbewusst, das ist scheinbar ein antrainierter Schutzmechanismus.

Darum hat mir neulich ein Bekannter das ZOOM H2n Mikro* erklärt – er war so nett. Mit Engelsgeduld hat er es gemacht, und ich habe es dann auch begriffen. Er ist ein echter Gentleman. 

Damit war aber leider mein Problem nur scheinbar gelöst, wie sich später herausstellte. Es gab nämlich ein Problem hinter dem Problem.

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Vorgeschichte zu meinem Problem

Ich wollte Podcasts aufnehmen und dieses ZOOM H2n Mikro* ist angeblich am besten dafür geeignet. Man kann eine Speicherkarte einlegen, und damit auch von unterwegs den Podcast aufnehmen. Zuhause macht man die restlichen Schritte, bis der Podcast on Air ist. Ich habe auch ein umfangreiches und megainformatives Programm für die Podcast-Erstellung gekauft, und bin auch in der dazugehörigen Social-Media-Gruppe.

Habe also das Mikro gekauft und wollte starten. OMG, schon wieder so ein Ding mit so vielen Knöpfen. Ich hasse das. Beschreibung war auch nicht dienlich. Wer bitte kommt auf die Idee, eine Beschreibung so klein zu schreiben, und so viele Erklärungen reinzupacken, die niemand braucht?

Irgendwann habe ich mir in der entsprechenden Podcast-Gruppenseite Luft gemacht, dass ich mit dem Ding echt nicht zurecht komme – und habe schlecht gelaunt vor mich hingejammert – war nicht gerade ladylike von mir. “A bisserl peinlich”, leider! Mein Bekannter hat sich erbarmt und hat mir das Mikro erklärt. Schritt für Schritt. Mit einer Engelsgeduld. Ich bin ihm so sehr dankbar.

Heute frag ich mich ernsthaft: Wo war mein Problem?

Ich habe das ZOOM H2n Mikro* danach fleißig zur Hand genommen, aufgenommen, gelöscht, wieder aufgenommen, wieder gelöscht. Teilweise war ich schon sehr zufrieden mit dem was ich aufgenommen hatte. Mein Problem lag nicht am Thema oder am Reden, sondern an der Technik.

Aber die hatte ich ja bei diesem Mikro nun auch im Griff. Und ehrlich, wenn ich es mir jetzt anschaue, dann frag ich mich, wo ich eigentlich viele Knöpfe gesehen habe? Es ist ein ganz normales Mikro – ohne Schnickschnack, beste Qualität und funktioniert wunderbar, wenn man erst mal weiß wie es geht. Ich möchte aus heutiger Sicht sagen, es ist selbsterklärend. 

Trotzdem nehme ich es nicht mehr zu Hand.

Aber ich habe viel über meinen Umgang mit einem Problem gelernt.

 

Meine bisherigen zwei Methoden, ein Problem zu lösen

1. Ignorieren - das ist die schlechteste aber praktischste Methode

  • Ich muss mich nicht mehr länger mit dem Thema beschäftigen.
  • Ich könnte die Schuld auf die Technik schieben.
  • Ich könnte das Klischee bedienen und erklären, dass Frauen und Technik nicht zusammenpassen.
  • Ich kann nichts falsch machen
  • Ich kann nichts kaputt machen

Wovor habe ich Angst?

Ich frage mich ernsthaft, warum ich so schrecklichen Respekt vor der Technik habe – was heißt Respekt, das ist ja direkt Panik, die ich da an den Tag lege.

Muss wohl daran liegen, dass ich mal, ausgelöst durch einen Unfall, einen Schlaganfall hatte (beim Berggehen am Eis ausgerutscht und auf den Hinterkopf gefallen). Seither fall ich wirklich in Panik, wenn ich vor eine technische Aufgabe gestellt bin. Es kann aber auch sein, dass auch ohne meinen Unfall dieser Zustand irgendwann bei mir eingetreten wäre, denn in vielen Gesprächen habe ich herausgefunden, dass ich nicht die Einzige bin, der es so geht.

Meine größte Angst bei der Technik ist immer, dass ich was kaputt mache, und dann ist niemand da, der es mir repariert. Oder die Reparatur kostet mehr als das Tool selber gekostet hat. Ich hätte also Geld umsonst ausgegeben.

Dabei fängt es immer gut an: Ich denke mir, dass das doch zu schaffen sein muss. Da muss man sich doch nur die Anleitung bis ins kleinste Detail durchlesen und Schritt für Schritt vorgehen. 

Da mir aber oft die Grundvoraussetzungen fehlen, lese ich Dinge falsch oder nehme sie garnicht wahr. Das macht natürlich immer mehr Stress, und irgendwann geht gar nichts mehr. Ich bin nur noch in Panik und sehe die Dinge nicht mehr so wie sie wirklich sind. Sehe nur noch eine Warnleuchte in meinem Kopf blinken: “Wir haben ein Problem!”

 

Alle können es, nur ich nicht

Kennst du auch diese Ernüchterung, wenn du dich mühselig durch die ersten Zeilen der Anleitung quälst, und die Jugend hat inzwischen alles schon längst umgesetzt, ohne jemals die Anleitung zur Hand genommen zu haben? DAS macht mich dann restlos nervös. Das ist der größte Desmotivator, den ich kenne. 

2. Dem Problem in die Augen schauen - so lange, bis es vor meinen Augen zerbröselt. Auch das hat Vorteile

  • Ich gehe gestärkt aus der Situation heraus
  • Ich fühle mich vollwertig
  • Ich fühle mich selbstbewusst und souverän

Hinschauen und überwinden

Ja, auch das ist eine Taktik von mir.  Wenn die Angst nämlich weg ist, geht alles plötzlich von ganz alleine.  Angewendet wird diese Methode zB. bei Herausforderungen, die nicht auf Technik basieren. Hier spreche ich von wirklichen Herausforderungen, denn es sind Probleme, die ich wirklich lösen will. 

Dass sich diese Methode aber auch von mir bei Technik anwenden lässt, das hat mir neben meinem Bekannten auch meine Enkeltochter gezeigt. Sie sitzt neben mir vorm Computer und verrät mir Tipps und Tricks im Internet. Und ich fühle mich in ihrer Gegenwart sicher und mache einfach vor mich hin, als wäre es die leichteste Sache der Welt. Sie erklärt es mir, “sie nimmt mich bei der Hand und geht ein Stück des Weges mit mir”.

Plötzlich geschehen Dinge mit so einer Leichtigkeit, die ich schon nicht mehr gedacht habe, dass ich sie jemals schaffe.

Einfach jammern

Ich gestehe, manchmal MÖCHTE ich einfach bedürftig sein. Ich habe so viel meistern müssen, als unsere 4 Kinder klein waren und mein Mann beruflich wieder mal wochenlang unterwegs war. Es ist mir alles bestens gelungen. Da gab es kein Jammern, ich habe einfach gemacht. Alles. – Das kennst du vielleicht auch! Man macht einfach!

Heute mag ich nicht mehr alles selber können. Es wäre so schön, wenn ich mir für mein Business MitarbeiterInnen leisten könnte, denen ich die Aufgaben nur anschaffen müsste, und sie würden alles von alleine erledigen. Aber ich bin halt ein Ein-Personen-Unternehmen. Hat seine Vorteile, aber der Nachteil ist, dass kein Mensch da ist, wenn man sich von einer Arbeit frei jammern möchte, oder dem man die Arbeit gerne überlassen würde.

Übrigens, man spricht ja heute von Outsourcing – “man lässt machen”. Ja, kann ich mir vorstellen. Allerdings habe ich ein Grundprinzip: Ich vergebe in meinem Business Tätigkeiten erst, wenn ich sie auch selber könnte. Mag unlogisch klingen, aber es entspricht meinem Naturell, dass ich den Überblick haben möchte. So bin ich, und ich stehe dazu.

Ab sofort löse ich meine technischen Probleme auf neue Art, und ich habe festgestellt, das funktioniert auch bei so ziemlich allen anderen Problemen:

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probleme mit der modernen technik meistern

5 Strategien, mit denen du jedes Problem lösen kannst

  1. PROBIERE ES ERST MAL SELBER AUS
    Selbst wenn das nur dazu dient, dass dir niemand vorwerfen kann, dass du es nicht mal versucht hast. Sei aber nicht verzweifelt, wenn du nicht sofort den Durchblick hast. Überlege dir schon bevor du beginnst, wen du fragen kannst.
    .
  2. FRAGE DIE, DIE ES KÖNNEN, NÄMLICH DIE JUGEND
    Ok, du kannst natürlich Menschen jeden Alters fragen, aber die Jugend hat den Vorteil, dass sie an scheinbar komplizierten Lösungen gar kein Interesse hat. Und das haben wir neuen Alten, gerade wenn uns oft nötige Grundvoraussetzungen fehlen, doch auch nicht wirklich. 
    Was du noch nie gemacht hast, musst du nicht können. Du DARFST fragen. Du wirst mir jetzt vielleicht sagen, dass du gerne darauf verzichten kannst, dass deine Kinder wieder mal die Augen rollen, weil du die “einfachsten” Dinge (aus deren Sicht) nicht kannst. Abgesehen davon, dass uns das egal sein darf, was sie über uns denken, gibt es ja noch andere junge Leute. Frage deine Enkelkinder. Die erklären mit Begeisterung, so lange sie sich noch nicht zu erwachsen dafür fühlen. Wenn du sie dann mit einem Eis belohnst, ist dir die Lösung von deinem nächsten Problem auch schon gesichert.
    Du kannst auch in entsprechende Gruppen “gehen”. Frag dann aber auch nicht die Alten, sondern frag die Jugend. Wir dürfen uns nicht zu – stolz? feig? – sein, uns von der Jugend etwas erklären zu lassen. Die sind mutig im Ausprobieren, die wissen, wie man das “heute” macht – und wir wissen das dann auch.
    Ich hatte einfach echtes Glück mit der Gruppe in der ich bin. Aber nicht alle Menschen sind so geduldig und hilfsbereit wie es mein Bekannter in dem Fall war. Ich habe ständig irgendwie die Angst, ausgelacht zu werden. Geht es dir nicht auch so? Dort passiert es nicht. Aber hast du die Garantie auch in anderen Gruppen?
    Da ist es wieder – das Generationenthema. Belächelt von den ganz Jungen macht mir weniger aus, als von der Generation die uns nachfolgt, die unsere Kinder sein könnten.
    .
  3. LASS ES DIR ERKLÄREN, ABER NICHT MACHEN
    Mach es selber. So bleibst du jung. So bleibst du halbwegs zeitaktiv, und hast nicht das Gefühl den Anschluss komplett verpasst zu haben. Du hast auch das Vertrauen, es beim nächsten Mal alleine zu können. Du wirst immer selbstsicherer, weil du es ja schon mal gemacht hast.
    Wenn du es dir aber machen lässt, dann klinkst du dich insgeheim schon raus aus der Entwicklung.
    .
  4. SEI NICHT ZU STOLZ, EINE BRILLE ZU TRAGEN
    Vielleicht liegt es daran, dass du wirklich schlecht siehst. Sei nicht zu eitel oder zu faul, eine Brille zu tragen (da führe ich wohl gerade ein Selbstgespräch). Es ist normal, dass sich die Sehschärfe verändern kann. Gerade wer viel vor dem Computer sitzt, hat dann umso mehr Probleme, das Kleingedruckte zu lesen. Schließlich stellen wir uns am Computer die Schrift immer auf eine gut lesbare Größe ein.
    Eine Brille kann das Tor zu einer anderen Welt sein.
    .
  5.  WICHTIG!!! FINDE DAS PROBLEM HINTER DEM PROBLEM
    In meinem Fall war das Problem nicht wirklich das ZOOM H2n Mikro – wie sich herausgestellt hat. Es ist die generell viel zu aufwendige Technik des Podcastens – aus meiner Sicht, vielleicht auch NUR aus meiner Sicht.
    Wozu soll das gut sein? Das muss doch auch einfacher gehen.
    Momentan wachsen neue Podcast-Tools wie Pilze aus dem Boden. Da sind viele gute dabei, und sie werden immer besser. Es gibt zB. ein Programm, das kostenlos ist und maximale Einfachheit bietet. Knopfdruck, reden, Knopfdruck, veröffentlichen.
    Das kann man sogar blind, wie eine liebe Bekannte bewiesen hat.
    Aber die Technik-Freaks erklären mir, dass die Soundqualität eine Katastrophe ist. Und dass sicher in ein paar Monaten die Werbekeule zuschlägt, weil es ja kostenlos ist, und, und, und. Eine Flut an Argumenten, die angeblich gegen das Tool sprechen.
    Danach folgt die Argumentation, dass man eben diese und jene Schritte machen MUSS, damit man beste Qualität hat. “Warum ein erprobtes System hinterfragen? Ist doch eh alles so einfach.”
    Ja, aus deren Sicht ist es einfach, das Argument ist also berechtigt. Es ist auch wirklich nicht schwer, ich habe es mittlerweile ausprobiert und geschafft. Es ist machbar, aber es ist aus meiner Sicht viel zu viel Aufwand.  Aufwand, den ich einfach nicht betreiben WILL.
    Ich habe alle Zeit der Welt, unterwegs zu sein. Ich will unterwegs spontan mein Handy nehmen und ohne Schnickschnack einen Podcast aufnehmen. Das ist für mich Lebensqualität. Ich will nicht das Mikro und meinen Laptop mitnehmen müssen. Oder einen Kartenreader fürs Handy. Ich habe ein Handy, das auch ohne zusätzliche Tools alle Stückerl spielt. DAS will ich nutzen.
    Ich nehme mir das Recht heraus, dass ich es EINFACH haben will. Und wenn es einfache Tools gibt, warum soll ich sie nicht nutzen?
    OK, beste Qualität ist mir auch wichtig. Aber ich führe keine Diskussion ähnlich wie: nehmen wir noch Gangschaltung oder schon Automatik, Langspielplatte oder CD oder streamen wir, und darf man schon digital fotografieren?
    Diese Diskussionen werden in der Gruppe natürlich NICHT geführt, die Leute sind ja nicht verschroben, sondern schlicht technikbegeistert. Hauptsächlich Männer mittleren Alters… Alle absolut erfolgreich, genial, wertvoll und insbesondere auch bewundernswert hilfsbereit.
    Aber eben eine andere Generation.

    Ich weiß mittlerweile wie die ganze Podcast-Technik funktioniert. Aber ich MAG das nicht machen. Ich möchte ein Tool, das auf Knopfdruck alles kann. Einfach aufnehmen, einfach veröffentlichen, bei bester Qualität.
    Habe mich an die Jugend gewandt. Die waren sofort begeistert, und ich bin überzeugt, es wird ein tolles Produkt – weil einfach – werden. Hoffentlich kommt es bald auf den Markt.
    Und dann wird es MEINEN Podcast dort geben. Mittlerweile nehme ich mit Anchor auf, und werde bei Zeiten wechseln – ein Wechsel ist ja heutzutage kein Problem mehr. 

Ohne Revolution keine Entwicklung

Lass dich niemals von deinen Träumen abbringen. Wenn du etwas denken kannst, dann kannst du es auch erleben. Ich habe es gewusst, dass es bald genau dieses Tool geben wird, das ich mir wünsche. Einfach beharrlich bleiben.

Lasse niemals zu, dass du dich für etwas zu alt fühlst. Nicht du musst dich den Dingen anpassen. Du hast ein Recht darauf, Programme, Tools, Dinge zu fordern, die sich dir anpassen.

DU bist nicht das Problem!

Wir neuen Alten müssen fordern WAS wir haben wollen – und WIE wir es haben wollen.

Das Angebot hat sich nach uns zu richten. Wir müssen nicht akzeptieren, was wir nicht wollen.

Posaune laut raus, was du willst. Lauter! Immer und immer wieder! Beschränke dich dabei nicht. Früher oder später wird sich ein Unternehmen finden, das auf deinen Wunsch aufspringt. 

Wir Senioren und Seniorinnen sind mittlerweile eine derart starke Zielgruppe für Unternehmen, man kann uns nicht mehr ignorieren.

 

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Du bist nicht allein

Ich bin meinem Bekannten sehr dankbar, dass er mir das Mikro erklärt hat. Ich würde sonst heute noch immer denken, dass es am Mikro liegt, dass ich zu – was auch immer – für Technik bin.

Du fragst dich jetzt vielleicht, warum ich eigentlich noch in der Gruppe bin? Weil es eine tolle Gruppe ist. Weil dort die nette und kompetente Leute sitzen. Und weil die Ausbildung wirklich megawertvoll ist – es geht ja noch um so viel mehr als nur Technik. Da spricht ein absoluter Profi! 

Gruppen sind grundsätzlich unglaublich wertvoll. Ich kann nur wärmstens empfehlen, verschließe dich nicht, sondern schließe dich Menschen an, die genau das machen was du auch machst, oder machen willst, und zwar in allen Altersgruppen. Im Internet ist das kein Problem. Auf Facebook findet man heute zu fast jedem Thema eine Gruppe. Es müssen nicht immer alle deiner Meinung sein, ganz und garnicht. Ich lasse jedem Menschen seine eigene Meinung. Und ich habe meine. In einer Diskussion findest du viele Argumente, und durch diese Argumente findest du immer besser heraus, was alles möglich ist und wie DU es haben willst.

Menschen haben unterschiedliche Voraussetzungen. Man kann Niemandem einen Vorwurf machen. Nicht jeder Mensch ist auf dem gleichen Wissenstand. Wer zB. nicht mit dem Computer aufgewachsen ist, der muss sich eben erst hinein lernen. Und manche werden das wohl nicht mehr tun. Meine Mama sieht den 90er schon näher kommen. Für sie ist das Internet Teufelszeug. Ich kann sie verstehen. Sie hatte keinen Menschen, der ihr den Computer erklärt hat – genau zu der Zeit, als sie noch den Mut dazu aufgebracht hätte.

Ja, es gibt die coolen Alten, die die Technik aus dem FF beherrschen und sogar mit entwickeln. Die haben das aber wahrscheinlich über Jahrzehnte schon so gemacht. Möglicherweise wissen sie aber nicht, wie sie das eigene Gemüse im Garten ziehen können. Oder versagen sogar bei einem kleineren technischen Problem, obwohl sie größere selbstverständlich beherrschen.

Ich kenne eine Pilotin, die ihre gefühlt Millionen von Schaltern und Knöpfen im Flieger im Schlaf beherrscht. Aber einen Thermomix will sie nicht. Der ist ihr zu kompliziert. Wieder mal ein Beispiel, dass wir einfach nicht können, was wir nicht können WOLLEN – egal wie einfach es ist.

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Frag die Jugend

Frage die übernächste Generation. 

Die Generation direkt hinter uns will nicht sehen, dass wir etwas nicht können – schließlich kommen sie uns altersmäßig in großen Schritten näher. Schön langsam können sie sich vorstellen, dass auch sie einmal älter werden. Darum wollen sie sich zu 100% – und das täglich – beweisen, dass sie in unserem Alter einmal ganz anders sein werden als wir. Aufgeschlossener, moderner, mutiger und was auch sonst noch.

Naja, das wollen wir doch hoffen, dass sie nicht vor den gleichen Problemen und Herausforderungen stehen wie wir. Das wäre sehr traurig. Sie werden andere Themen zu lösen haben.

Die Jugend will wiederum nicht dem “Mittel-Alter” die Technik erklären, denn das sind die, die DEREN unmittelbares Vorbild sind. Hingegen bei uns Pensionisten finden sie es cool, wenn wir von ihnen lernen wollen. Meine Enkeltochter ist riesig stolz, dass sie mich was lehren kann – und sie hat gesagt, ich bin eine coole Oma.

Na, das war den Aufwand wert, möchte ich sagen!

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Ich entwickle mich gerade zur Podcasterin. 

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Über mich

Jahrgang 1959, Ehefrau, Mutter, Großmutter und lebenslustige Pensionistin. Meine Hobbys neben der Familie und dem Schreiben sind unser Garten, lesen und reisen.

Ich lebe in Christkindl, das neben einer schönen Kirche in der Weihnachtszeit auch ein …

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